Wieso ein Bär die Milch einschenkt

14 Nov

Unsere Recherchen in der Marketingwelt der Tiere haben uns dieses Mal in die Alpen geführt.

Noch kurz vor dem 20. Jahrhundert entstand in dem Schweizer Kanton Bern eine Firma, deren Ruf sich über die Alpen nach Deutschland und schließlich sogar weltweit verbreitet hat. Wir haben sie bereits in einigen unserer Artikel erwähnt und das nehmen wir zum Anlass die gesamte Geschichte aufzuarbeiten: Die Entwicklung der Bärenmarke betrachten wir wie immer unter viehralen Gesichtspunkten.

Marketing mit Tieren wie die Bärenmarke zu ihrem Logo kam

Wohl aus Heimatverbundenheit wurde ursprünglich das Wappentier des schweizer Kantons Bern – der Braunbär – als Logo verwendet. Das Wappentier sieht allerdings nicht halb so putzig aus, wie der heute bekannte Teddybär mit der Milchkanne.

Viehrales Marketing mit Tieren - Bärenmarke Etikett von 1912

Vor 99 Jahren sah die Bärenmutter, die ihr Junges mit der Milchflasche füttert, dem Kantonswappen sehr ähnlich. Ihr grimmiger Gesichtszug wurde im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt und steht somit für eine konsequente Markenführung. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg wurde das Gesicht des Bären etwas freundlicher.

In diesem Zusammenhang kommt ein amerikanischer Präsident ins Spiel: Theodore „Teddy“ Roosevelt. Er war von 1901 bis 1909 im Amt – gerade zu jener Zeit in der die Kondensmilchfirma sich in Deutschland etablierte. Nach ihm wurden die gefüllten Plüschbären benannt – und mit seinem Spitznamen wurden sie populär. Doch bevor diese Popularität richtig greifen konnte ging es wirtschaftlich erst einmal Bergab und zwei Weltkriege folgten.

In diesen schlechten Zeiten bestand ein großer Bedarf an sättigender Nahrung für Kleinkinder und kranke Menschen. Die Bärenmarke war die erste Kondensmilch mit einem höheren Fettgehalt. Und verlässliche und saubere Milchprodukte – welche durch das Kondensationsverfahren zu eben diesen gemacht wurden – fanden einen guten Absatz. Hier kann nun eine erste Assoziation hergestellt werden: In der Fabel steht der Bär für ein starkes Tier. Obwohl der Bär ja nachweislich vom Kantonswappen stammt, passt es doch ins Bild: „Bärenmilch macht stark“.

Anfang 1950 wurde das Markenlogo erneut verändert und stärker der Erscheinung eines Teddybären angeglichen. In dieser Zeit nach dem Krieg begann auch der erneute Höhenflug der Teddybären, was sich u. a. anhand der Firma Steiff belegen lässt.

Ein merkwürdiger Zufall – allerdings einer, der wohl nicht ganz unschuldig an der ungebrochenen Popularität der Marke ist. Viel später, im Jahr 2006 sollte der Bär in Deutschland zur beliebtesten Werbefigur gewählt werden!

Kinder vertrauen ihrem Teddybären und lassen sich von ihm beschützen. Die wichtigsten Geheimnisse werden mit ihm geteilt und auch wenn das Kind bereits erwachsen ist denkt es nur Gutes über seinen Teddybären. Im Sinne eines Präferenzkäufers könnte das kindliche Grundvertrauen in Teddybären tatsächlich auf die Bärenmarke transferiert werden. Kinder gehen zwar nicht die Milch einkaufen, aber die Erinnerung an ihren Teddy steckt tief im Unterbewusstsein der Erwachsenen. Dies kann allerdings nur angenommen werden: Wir wünschen an dieser Stelle den Psychologen viel Spaß beim prüfen der Annahme!

Im Laufe der Zeit veränderte sich das Einsatzgebiet der Kondensmilch von der Babynahrung zum Kaffe-Begleiter: Die Milchflasche mit der die Bärenmutter ihr Junges füttert wurde im Laufe der Zeit immer kleiner und verschwand schließlich komplett aus dem Logo, stattdessen wurde die Marke mit dem Slogan „.. zum Kaffe“ ergänzt.

Bärenmarke Logo Das aktuelle Logo – ohne Milchflasche

Wir haben in der Geschichte der Bärenmarke schon über hunder Jahre hinter uns gelassen und so könnte man annehmen, dass der Bär schon recht alt ist. Allerdings hat die Marktforschung der Bärenmarke etwas anderes ergeben: Die Befragten schätzen den derzeitigen Markenträger als jungen Bären ein. Das könnte als Indiz der frühkindliche Bindung zu Teddybären gewertet werden. Oder es ist darauf zurück zuführen, dass der Bär immer stärker verniedlicht wurde – und junge Tiere (inbesondere Tierbabys) sehen nun mal niedlicher aus als alte Tiere.

Praxisbeispiel

Dass die Bärenmarke sehr konsequent Viehrales Marketing betreibt lässt sich abschließend an einem konkreten Beispiel aus der Praxis belegen: Als die Medien den Braunbären Bruno zum Problembären erklärten und sein Abschuss gefordert wurde, setzte sich die Marke für seine Umsiedlung ein. (Leider ohne Erfolg)

Zwei jahre später gab es eine weitere Aktion in Kooperation mit dem WWF: Das Logo wurde entfernt und stattdessen durch den Schriftzug „rettet die Bären“ ersetzt. In der offiziellen Mitteilung des WWF wird von einer „No Logo-Kampagne“ gesprochen. Dem müssen wir allerdings widersprechen: Es handelt sich ganz klar um eine Non-Viehrale Marketing Kampagne. Flyer Rettet die Bären Aktion

Bärenmarke im Alpenland

Gastartikel veröffentlicht

14 Nov

Unsere Redaktion ist weiterhin um die Verbreitung der Erkenntnisse zum Viehralen Marketing bemüht. In diesem Rahmen können wir mitteilen, dass wir unseren ersten Gastartikel in einem anderen Blog dazu veröffentlicht haben.

Die Kollegen vom Guerilla Marketing Blog haben unsere Abhandlung mit dem Titel:

„Viehrales Markting nur ein Phonetisches Phänomen?“

gerade veröffentlicht.

Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich und laden ebenfalls dazu ein hier in unserem Blog einen Gastbeitrag zum Thema Viehrales Marketing zu veröffentlichen. Die Anforderungen dafür haben wir bereits abgesteckt, eine kurze Meldung genügt.

Wir wünschen einen guten Start in die Woche!

Sind Panda-Bären langweilig weil sie keinen Sex haben?

7 Nov

Gemäß der Internetseite www.boredpanda.com  sind Panda-Bären sehr faul – sie seien sogar so faul, dass ihre Population darunter leide, weil Pandas so selten Sex haben. Macht sie das langweilig?

Die aktuelle Internetseite veröffentlicht „kuriose Merkwürdigkeiten“ – eine treffende Zusammenfassung für das, was man dort sehen kann. Warum unser Blog darüber berichtet liegt auf der Hand: Die Seite der gelangweilten Pandas setzt auf Viehrales Marketing in der Aussendarstellung.

Der Inhalt des Blogs besteht im Kern aus Galerien, die durch Titel wie „21 More Brilliant Minimalist Print Ads“ mit einem Thema etikettiert werden. Wie entsteht nun die Verbindung und weshalb ist klar, warum dies ein klassischer Fall von Viehralem Marketing ist?

Die Attribute des schwarz-weißen Bären lassen sich auf die Nutzer der Seite übertragen. Egal ob eine junge Designstudentin, ein durchschnittlicher Social Network User, Frühstücksdirektoren die gelernt haben im Internet zu surfen um die Zeit rum zu kriegen, Alle die nur im entferntesten „etwas mit Marketing“ arbeiten ( hier & bei der Designstudentin gibt es immerhin ein fachliches Alibi) oder auch alle die sich zufällig in der Nähe eines der genannten Betrachter befinden.

Sie haben eines gemeinsam: Ihnen ist langweilig, und sie sind faul – sonst würden sie ja arbeiten.

Dem Panda, der sogar zu faul zum Sex ist, ist das tierische Abbild der Benutzer. Das wirft ganz nebenbei die Frage auf, ob durch die ständige Präsenz von Mobile Internet und Laptops auch die Menschen weniger Sex haben .. dann hätten Bored Panda eine gänzlich durchdachte Metapher benutzt. Bei unseren Recherchen sind wir auf viele Fragwürdige Statistiken gestoßen, die nicht im Sinne einer ernsthaften Marktforschung gewesen sein können. Doch wir wollen uns nicht weiter damit beschäftigen, wer derartige Studien in Auftrag gibt und durchführt, sondern den Artikel zum Ende bringen.

Auf der „About“ Seite erfährt der Benutzer nicht viel mehr, als bereits berichtet. Die Mediadaten sind allerdings vorhanden und so ist auch das eigentliche Produkt identifiziert: Interessante Inhalte anbieten, viele Benutzer finden die den Inhalt mögen und dadurch eine relevante Werbeplattform für Unternehmen darstellen. Eine clevere Idee – und mit viehraler  Unterstützung – auch ein gelungenes Produkt, das einen eindeutigen Nutzen für die Nachfrager hat.

Korrektur in eigener Sache:

– Da erst kürzlich der 7.000.000.000 Mensch geboren wurde, kann die Metapher von Bored Panda doch nicht als gänzlich holistisch betrachtet werden. Es sei denn, eine Korrelation zwischen der Geburtenrate und der Mobile-Internetabdeckung im Land könnte hergestellt werden. Statistiker sind an dieser Stelle zur klärenden Mithilfe aufgerufen.

Tiere mit Rucksack

4 Nov

Wie bereits erwähnt, muss unser noch recht junger Blog, das alte Thema vom viehralen Marketing von hinten aufrollen und demnach erstmal in der Vergangenheit schwelgen. Dabei sind wir in unserem Langzeitgedächtnis auf eine Kampagne gestoßen, die noch vor der Facebook-Zeit liegt. Da wir uns nicht mehr recht erinnern konnten, haben wir zum Telefonhörer gegriffen und nachgefragt: Bei Eastpak in Köln gab man uns bereitwillig Auskunft über die, sieben Jahre zurück liegende, Viehrale Marketing Kampagne.

Wir haben lange überlegt, ob es Tiere mit Rucksack gibt. Mit Rucksack sind uns keine eingefallen – mit Taschen schon. Zum Beispiel das Känguruh oder das Beuteltier. Diese Tiere hat Eastpak allerdings nicht gewählt, sondern sich bewusst für andere Vertreter des Tierreiches entschieden:

  • Affen
  • Hunde
  • Eisbären
  • Koalas
  • Pandabären

Insgesamt zeigen die Tiermotive viele relevante Inhalte der Gesellschaft, mit denen sich junge Menschen identifizieren können. Diese, und jung gebliebene Menschen, sind die primären Adressaten der Anzeigen.

Ähnlich wie in einer Fabel kann das Verhalten der Tiere auf uns Menschen übertragen werden – allerdings ohne erhobenen Zeigefinger. Das führt weiterhin dazu, dass sich die Zielgruppe durch ihr Klische angesprochen fühlt. Mit menschlichen Darstellern wäre ein Großteil der Zielgruppe durch ihr eigenes Klischee abgestoßen worden. „Das ist mir zu Klischeehaft“. Mittels der Tiere ist es dem Betrachter allerdings möglich, das ganze mit Humor zu betrachten und sich darin selbst zu erkennen.

Los geht’s:

Viehrales Marketing mit Hunden

Hunde – der „beste Freund des Menschen“ – sie sind ein Garant für einen hohen Identifizierungsgrad. Gepaart (Nicht Gepard) mit dem Trieb, der auch dem Menschen bestens bekannt ist, sozusagen ein Doppel-Garant für projezierte Identifizierung. Ob das Motiv nur zu einer Steigerung des Absatz geführt hat oder auch zu einer Steigerung von Objektophilie ist nicht bekannt.

Viehrales Marketing mit Pandabären

Dank der Aufklärungsarbeit durch den WWF und anderer Tierschutzorganisationen, ist uns auch in Deutschland, die Bedrohung des Pandabärens bekannt. Das allerdings Pandabären auch aktiv etwas gegen ihren Artenschwund unternehmen wurde erst durch Eastpak aufgedeckt. Vielleicht war das Thema den Tierschutzorganisationen zu heiß. Aber den Tatsachen muss man ins Auge sehen: Nicht nur die Jagd auf Pandabären führte zum Rückgang der Population, sondern auch der daraus resultierende Stress für die Tiere. Stress ist wie wir Menschen wissen ein absoluter Lustkiller – gut, dass der Panda Abhilfe kennt und sich ein paar Stimulanzien besorgt.

An dieser Stelle müssen wir auch ein Lob an Eastpak für die sorgfältigen Recherchen aussprechen: Wäre in diesem Motiv ein Nashorn benutzt worden, dann hätten die Mechanismen vom Viehralem Marketing Post Mortem gegriffen und das ganze wäre in die Hose gegangen. (Negative Identifikation) Da Nashorn in einigen Ländern als Potenzmittel eingesetzt wird, wäre es ziemlich „uncool“ wenn der Hauptdarsteller seine toten Kollegen zur Potenzsteigerung benutzt hätte. Da wären insbesondere die Adressaten vom übernächsten Bild auf die Barrikaden gegangen.

Vierahles Marketing mit Koalabären

Koalas gelten als sehr entspannt und immer relaxed. Fast die selben Attribute, die man einer anderen Sorte von Menschen nachsagt, die ebenfalls die Legalisierung bestimmter Substanzen fordert. Kritisch ist zu sehen, dass nicht nur deren Konsumenten sich offensichtlich angesprochen fühlten, sondern auch deren Verkäufer hier sehen können wie praktisch so eine Tasche für die Aufbewahrung ist.

Viehrales Marketing mit Eisbären

Die Jugend ist nicht nur versaut und nimmt Drogen, sondern sie ist auch politisch engagiert und hat eine Meinung die sie vertreten will. Der Hersteller hatte schon bevor es das Wort „Wutbürger“ und den Arabischen Frühling gab erkannt, dass Menschen – insbesondere die jüngeren und jung gebliebenen – gegen unrechtes demonstrieren. Das Motiv ist im Prinzip immer noch aktuell und trifft genau die Zielgruppe der Marke.

Viehrales Marketing mit Affen

Und um das ganze Abzurunden gab es auch noch dieses Klassenfoto.

Dem ist von unserer Seite nichts hinzu zu fügen. Wenn ihr wollt: Bitte die Kommentarfunktion benutzten..

Stadtaffe – Viehrales Marketing im Bereich Musik

4 Nov

Ein gelungenes Beispiel für den wirklich konsequenten Einsatz von Viehralem Marketing sind der Musiker Peter Fox und sein letztes Album.

Es beginnt bei der Namensgebung: Peter Fox – alias Peter Fuchs. Und dem Titel des Albums: Stadtaffe! In der Singleauskopplung „Alles Neu“ spielt dann auch gleich ein ganzes Drumcorp in Affenkostümen auf ihren Trommeln. Das tierische Thema zieht sich durch wie ein roter Faden und so ist auf seiner Internetseite ein ganzes Affen-Orchester abgebildet.

Viehrales Marketing mit Affen

Ob es eine beabsichtigte Querverbindung, evtl. sogar eine Kooperation mit der Karnevalsindustrie gibt, ist nicht bekannt. Google vermutet dies allerdings!

Viehrales Marketing mit Affenmasken

Zurück zu Herrn Fuchs: Gemäß seiner Metaphorik seien Stadtaffen solche Menschen, die Krach nicht mögen – aber selbst herum schreien. Oder Menschen die keinen Dreck mögen, aber ihren Müll trotzdem auf die Strasse schmeißen. Damit scheint er einen Nerv der Zeit zu treffen und bestätigt die These des Viehralen Marketings: Tiere schaffen einen hohen Identifikationsgrad und der Mensch – obwohl er sich über alle Tiere stellt – erkennt sich selbst in Tieren wieder.

Frische Fische

4 Nov

Derzeit sind wir ja noch dabei die Vergangenheit nach Viehralem Marketing zu durchforsten. Es gibt einiges Aufzuarbeiten, wir haben damit begonnen, doch sind noch lange nicht fertig.

Allerdings wollen wir die Gegenwart dabei nicht vergessen und auch aktuelle Themen posten.

Heute sind wir bei unserer Suche auf eine Agentur mit Namen „Frische Fische“ gestoßen!

Spezialgebiet: Public Relations – Ergo: Einem Teilgebiet des Marketings.

Unserer Prüfung nach, ist die Agentur nicht auf Viehrales Marketing spezialisiert – betreibt aber im Sinne ihres eigenen Produktes – nämlich Texten und deren Veröffentlichung – Viehrales Marketing. Der Name „Frische Fische“ könnte viehraler nicht sein und kommt fast an den Urvater Bärenmarke ran. Bei der konsequenten Ausrichtung hapert es allerdings noch ein wenig. Die Büroräume sind weder in einem Aquarium untergebracht, noch gibt es Scherbeneis, das zwischen den Mitarbeitern liegt. – Jedenfalls nicht offensichtlich. Um keine falschen Tatsachen zu verbreiten, haben wir extra nachgefragt.

Bevor wir nun alle wieder zum Tagesgeschäft zurück kehren, hier noch mal die Aufforderung an euch:

Postet Namen von Geschäften, Agenturen, Firmen oder Unternehmen die ein Tier im Namen haben. – Wenn möglich eure Favoriten. Vielen Dank & Ein schönes Wochenende.

PS: Beim durchlesen des Eintrages kam uns noch ein Impuls. Vielleicht ist der Name der Textagentur auch nur an den allseits bekannten Zungenbrecher angelehnt und jede Verbindung zu Viehralem Marketing ist nur Zufall. Wer weiß – wer weiß?

 

UPDATE 08.11.2011

Diese Fische sind wirklich auf Zack! Das im Kommentar erwähnte Aquarium mit Plastikfischen gibt es tatsächlich. Prompt kam dieses Bild bei uns an. Titel: Najaquarium – Da sind wohl Wortkünstler am Werke. Hätte nur noch gefehlt, dass in ihrem Najaquarium Buchstabensuppe eingefüllt ist. Wir können nun allerdings mit ruhigem Gewissen behaupten, dass die viehrale Ausrichtung von Frische Fische doch weitestgehend konsequent ist.

(Plastikblumen sind zwar nicht frisch – sehen aber immer so aus)

Frische Fische - Marketing mit Tieren

Peinlich: Jung von Matt stuft sich selbst falsch ein

2 Nov

Die Aktion von Jung v. Matt auf der Frankfurter Buchmesse ist lange Geschichte. Ihr wisst worum es geht.

Hier noch mal für die unwissenden: Für den Eichborn Verlag (der mit der Fliege) ließen die Spezialisten JvM’s 200 Fliegen in den frankfurter Messehallen frei. Nicht bevor sie an den Fliegen ein kleines Schildchen mit Wachs befestigt hatten. (Nach zu googlen oder hier noch mal zum Lesen.)

Nichts desto trotz – Der Eichborn Verlag ist pleite und das Geld wäre vielleicht an anderer Stelle besser investiert gewesen. Doch hinterher ist man ja immer schlauer.

Nur hat JvM in ihrer eigenen Kampagnen Beschreibung einen schwerwiegenden Fehler begangen und die Sache als Guerilla Aktion eingestuft. Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter und behaupten eine neue Werbeform geschaffen zu haben „Flyvertising“. Soll das lustig sein? Wissenschaftlich belegbar ist das jedenfalls nicht. Das hätten wir nicht gedacht. DIE Agentur, die ein PFERD als Werbeträger einsetzt, weiß nicht, dass es sich beim Einsatz von Fliegen ganz klar um Viehrales Marketing handelt? Und Flyvertising gibt es schon, seit dem es Zeppeline gibt .. Fast jeder Heißluftballons macht Flyvertising ..

Ob die sich noch an die Aktion erinnern können? Falls Zeit bleibt, werden wir bei JvM mal nachhaken und das Telefongespräch mitschneiden. Dann gibt es hier bald nicht nur Blog sondern auch Podcast für euch.